
KfW 511 + 513
ERP-Förderkredite Digitalisierung & Innovation
seit 1.7.2025
neue Generation der KfW-Programme
Das Wichtigste in Kürze
Auch 2026 gibt es erhebliche Fördermittel für die Digitalisierung, man muss nur wissen, wo und wie man sie beantragt.
Die Implementierung einer Vermietungsplattform wie EverReal kann unter den ERP-Förderkredit Digitalisierung (Nr. 511) fallen. Ob ein Vorhaben förderfähig ist, entscheiden Hausbank und KfW im Einzelfall.
Prüfen Sie immer zuerst die Landesförderung Ihres Bundeslandes, diese sind oft als Zuschuss (nicht als Kredit) ausgestaltet und können mit dem KfW-Förderkredit kombiniert werden.
Auf einen Blick
Digitalisierte Geschäftsprozesse bedeuten Entlastung, beschleunigtes Arbeitstempo, bequeme Kommunikation und einfacheres Arbeiten. Davon profitieren Mitarbeiter, Kunden, Interessenten und die Geschäftsführung.
Die früheren Programme „Digital Jetzt“ und „Go Digital“ des BMWK sind ausgelaufen. Auch der bekannte ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (380) wurde abgelöst. Seit dem 1. Juli 2025 bündelt die KfW die Förderung in zwei neuen Programmen: dem ERP-Förderkredit Digitalisierung (Nr. 511) und dem ERP-Förderkredit Innovation (Nr. 513). Hinzu kommen zahlreiche Landesprogramme, die als Zuschuss kombinierbar sind.
01. Drei Haupttreiber der Digitalisierung
ESG, der neue Standard
ESG-Anforderungen (Environmental, Social, Governance) prägen die Branche zunehmend. Digitale Prozesse reduzieren Papierverbrauch, senken die Fehlerquote und erleichtern die Einhaltung von Compliance-Vorschriften.
Fachkräftemangel, die neue Normalität
Die Immobilienbranche ist für die nachrückende Generation nicht attraktiv genug. Papiergeprägte Arbeitsweisen, fehlende Homeoffice-Möglichkeiten und repetitive Aufgaben schrecken junge Talente ab. Digitale Prozesse schaffen Abhilfe.
Effizienz, der wirtschaftliche Imperativ
Die Margen sinken, die Anforderungen steigen. Nur mit digitalisierten Prozessen lassen sich Kapazitäten erhöhen, ohne das Personal aufzustocken.
02. KfW ERP-Förderkredit Digitalisierung (Nr. 511) und Innovation (Nr. 513)
Die zentralen Bundesprogramme für die digitale Transformation des Mittelstands, neu seit 1. 7. 2025.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert seither Digitalisierung und Innovation in zwei getrennten, aber kombinierbaren Programmen. Beide stehen Unternehmen, Freiberuflern und Selbstständigen offen, inklusive Immobilienverwaltern und Maklern.
ERP-Förderkredit Digitalisierung (Nr. 511)
Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln für Digitalisierungsvorhaben
Cloud-Systeme, Plattformen, Prozessautomatisierung, IT-Sicherheit, Datenstrategie
Kein Mindestbetrag, schneller Zugang über die Hausbank
Günstige Zinsen, KfW übernimmt einen Teil des Risikos (Haftungsfreistellung)
ERP-Förderkredit Innovation (Nr. 513)
Finanzierung von Innovationsvorhaben, z. B. KI-gestützte Produkte, neue Geschäftsmodelle
Förderfähig sind Investitionen und laufende Betriebsmittel
Geeignet für datengetriebene Vermietungs- oder SmartPool-Initiativen
Zusätzlich: KfW-Digitalisierungs-Check
Vor der Antragstellung können KMU einen kostenfreien Digitalisierungs-Check der KfW nutzen, inklusive Beratungszuschuss. Damit lässt sich das geplante Vorhaben strukturieren und der Förderantrag substanziell vorbereiten.
03. Regionale Förderprogramme
Auf Länderebene existieren weitere Digitalisierungsförderungen für Immobilienunternehmen.
Einen vollständigen Überblick finden Sie in der Förderdatenbank des Bundes unter foerderdatenbank.de. Hier eine Auswahl relevanter Programme:
Baden-Württemberg: Digitalisierungsprämie BW
Bayern: Digitalbonus Bayern
Berlin: Transferbonus
Brandenburg: Brandenburgischer Innovationsgutschein (BIG-Digital)
Hamburg: Hamburg-Kredit Innovation
Hessen: Digi-Zuschuss
Niedersachsen: Digitalbonus Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen: Mittelstand Innovativ & Digital (MID)
Sachsen: Betriebsberatung/Coaching
Schleswig-Holstein: Digitalbonus
Thüringen: Digitalbonus Thüringen
04. 5 Tipps für die Antragstellung
Tipp 1: Frühzeitig beginnen
Die Bearbeitungszeit von der Antragstellung bis zur Bewilligung beträgt je nach Programm zwei bis acht Wochen. Planen Sie entsprechend.
Tipp 2: Wichtige Dokumente parat haben
KMU-Erklärung
De-minimis-Erklärung
Aktueller Handelsregisterauszug
Übersicht bereits beantragter/bewilligter Förderungen
Tipp 3: Typische Fragen vorbereiten
Aktuelle Mitarbeiteranzahl, Jahresumsatz, Bilanzsumme
Gründungsjahr, Rechtsform, Registernummer
Bisherige Förderungen durch EU oder Bund
Tipp 4: Digitalisierungsstrategie beschreiben
Beschreiben Sie klar, welche Prozesse digitalisiert werden sollen, welchen Nutzen die Maßnahme bringt und wie sie zur Wettbewerbsfähigkeit beiträgt.
Tipp 5: Beratung nutzen
Viele IHKs und Handwerkskammern bieten kostenlose Erstberatung zur Digitalisierungsförderung. Nutzen Sie dieses Angebot.
05. EverReal und die Förderprogramme
Was EverReal zu typischen Förderkriterien beiträgt.
EverReal ist eine cloud-basierte Speziallösung, die den gesamten Vermietungsprozess von der Kündigung bis zur Übergabe digital abbildet. Als SaaS-Lösung für den Mittelstand bringt EverReal Merkmale mit, auf die Förderprogramme typischerweise achten. Ob Ihr Vorhaben gefördert wird, entscheiden Hausbank und KfW.
Cloud-basiertes System
Digitalisierung von Kerngeschäftsprozessen (Vermietung, Verkauf)
Automatisierung repetitiver Aufgaben
Anbindung an gängige ERP-Systeme (je nach System)
Bis zu 80 % weniger Aufwand je Vermietung (Modellrechnung)
Über 450 Immobilienunternehmen setzen bereits auf EverReal. Kontaktieren Sie uns, wir unterstützen Sie gerne bei der Argumentation gegenüber dem Fördermittelgeber.
Förderprogramme, Konditionen, Antragsfristen und Programmnummern (z. B. KfW 511/513) ändern sich regelmäßig und die hier zusammengefasste Übersicht kann unvollständig sein. Bitte prüfen Sie jedes für Ihre Entscheidung relevante Programm vor der Antragstellung über die KfW, die Förderdatenbank des Bundes oder Ihre IHK, dieser Leitfaden ersetzt keine Förder- oder Steuerberatung.
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Häufige Fragen
Welche KfW-Programme fördern aktuell die Digitalisierung?
Seit dem 1. Juli 2025 gelten der ERP-Förderkredit Digitalisierung (Nr. 511) für Investitionen in Software, Cloud und Prozessautomatisierung sowie der ERP-Förderkredit Innovation (Nr. 513) für neue Geschäftsmodelle und KI-Vorhaben. Beide werden über die Hausbank beantragt und lösen den früheren Kredit 380 ab.
Ist die Einführung einer Vermietungsplattform wie EverReal förderfähig?
Das hängt vom Vorhaben ab. Lizenz-, Implementierungs- und Schulungskosten für cloudbasierte Speziallösungen können je nach Vorhaben unter den ERP-Förderkredit 511 fallen. Ob Ihr Vorhaben förderfähig ist, entscheiden Hausbank und KfW im Einzelfall. Auf Landesebene ist eine Kombination mit Zuschussprogrammen (z. B. Digitalbonus Bayern, Digi-Zuschuss Hessen) unter Umständen möglich; das hängt vom Programm und vom Zeitpunkt der Antragstellung ab.
Kann ich Bundes- und Landesförderung kombinieren?
Grundsätzlich ja, sofern die Programme die Kombination zulassen und die De-minimis-Obergrenze nicht überschritten wird. Prüfen Sie zuerst die Landesförderung, sie ist häufig als Zuschuss ausgestaltet, und ergänzen Sie sie bei Bedarf mit dem KfW-Kredit.
Wie lange dauert ein Förderantrag in der Regel?
Je nach Programm zwischen zwei und acht Wochen. Wichtig: Die Antragstellung muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen, ein rückwirkender Antrag ist in fast allen Programmen ausgeschlossen.
Brauche ich einen externen Berater für den Antrag?
Nicht zwingend. Viele IHKs und Handwerkskammern bieten kostenlose Erstberatung an. Bei komplexeren Vorhaben kann der kostenfreie KfW-Digitalisierungs-Check eine sinnvolle Vorbereitung sein, bevor Sie sich gegen ein externes Beratungsmandat entscheiden.
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