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Besichtigungstermin erfolgreich meistern: Die wichtigsten Tipps

Der Besichtigungstermin bietet den Interessenten die Gelegenheit, sich einen Eindruck vor Ort zu machen. Damit die Besichtigung reibungslos abläuft, müssen sich sowohl Interessenten als auch Makler und Eigentümer an ein paar Spielregeln halten.

Wozu die Besichtigung genau dient, mit welchen Tricks Sie Ihre Chancen erhöhen und mehr zur Wohnungsbesichtigung erfahren Sie in diesem Beitrag.

Besichtigungstermin vereinbaren

Wer eine Wohnung oder ein Haus sucht bzw. anbietet, nutzt in der Regel große Portale wie Immonet oder Immobilienscout. Inserate in Zeitungen, ob gedruckt oder online, ergänzen das Angebot. Auch Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen und bestimmte Facebook-Gruppen bieten Immobilien zum Kauf oder zur Miete. Immobilienmakler haben meist eigene Webseiten, auf denen sie Objekte anbieten – ideal für alle, die auf detaillierte Informationen, Ortskenntnisse und persönliche Betreuung setzen. Für jedes Portal gilt: je detailliertere Such- und Filterfunktionen, desto treffsicherer sind die Ergebnisse.

Haben Sie das ideale Objekt gefunden, ist es meist telefonisch oder per Mail möglich, einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Bei Gruppenbesichtigung können Interessenten oft auch ohne Voranmeldung erscheinen. 

Wozu dient der Besichtigungstermin?

Bei der Haus- bzw. Wohnungsbesichtigung haben Interessenten die Möglichkeiten, sich das potenzielle Miet- oder Kaufobjekt direkt vor Ort anzusehen. Über Beschreibung und Verkaufsangebot hinaus können sie sich ein realistisches Bild der Immobilie machen: 

Wie steht es um Schnitt und Ausstattung, um die bauliche Substanz und den Werdegang? 

Wie ist die verkehrstechnische Anbindung? 

Wie sieht die Nachbarschaft aus?

Gerade bei Einzelterminen mit einem Immobilienmakler, Verkäufer oder Vermieter haben Interessenten die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Beide Parteien können sich während der Immobilienbesichtigung in Ruhe kennenlernen und einen ersten Eindruck gewinnen – wichtig für Makler und Verwalter, um für den Auftraggeber einen passenden Kandidaten auszuwählen

Bei Massenbesichtigung, Gruppenbesichtigung bzw. öffentlicher Besichtigung werden meist nur knappe Informationen in einem eng getakteten Rahmen vermittelt – doch auch hier spielt der erste Eindruck eine wichtige Rolle. Wie sich beide Parteien perfekt präsentieren, erfahren Sie unter „Besichtigungstermin optimal vorbereiten“.

Besichtigungstermin absagen: Kann der aktuelle Mieter die Wohnungsbesichtigung verweigern?

Grundsätzlich muss der Mieter dem Vermieter nach der Kündigung des Mietvertrags die Möglichkeit geben, die Wohnung neu zu vermieten – und zu diesem Zweck auch Besichtigungstermine zulassen. Wie oft eine Besichtigung stattfinden kann regelt das Besichtigungsrecht zwar nicht, eine Wohnungsbesichtigung pro Woche gilt jedoch als angemessen. 

Grundlos den angesetzten Besichtigungstermin absagen geht für Mieter also nicht. Allerdings sollte der Vermieter den Mieter einige Tage im Voraus darüber informieren und, wenn möglich, auf die Bedürfnisse und Arbeitszeiten des Mieters Rücksicht nehmen. 

Besichtigungstermin optimal vorbereiten

Bei der idealen Besichtigung sind beide Parteien optimal vorbereitet. Folgend eine übersichtliche Checkliste, worauf Sie als Eigentümer, Makler oder Interessent vor und bei der Besichtigung einer Wohnung achten sollten. 

Vorbereitung der Besichtigung für Vermieter, Verkäufer und Makler

Unternehmen, Makler und Privateigentümer haben mit der Besichtigung die Chance, Ihre Immobilie(n) im besten Licht zu präsentieren. Eine sorgfältige Vorbereitung hilft dabei, Fragen selbstbewusster zu beantworten, Kompetenz auszustrahlen und den idealen Käufer bzw. Mieter schneller zu finden. 

  • Professionell Terminieren

Mit einer sorgfältigen Terminierung der Besichtigung sparen Sie sich und den Interessenten unnötigen Stress. Entschieden Sie sich für eine Einzel- oder Gruppenbesichtigung, laden Sie eine angemessene Anzahl Personen ein und halten Sie sich genügend Zeit frei. Bleiben Sie vor der Wohnungsbesichtigung möglichst erreichbar, vermeiden Sie Terminkonflikte und seien Sie pünktlich. Die Terminierung stellt für viele Eigentümer und Makler eine administrative Herausforderung dar. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Interessenten immer wieder kurzfristig absagen und ebenfalls einen vollen Terminkalender haben. 

Mit EverReal buchen die Interessenten ihre Termine selbst. Verfügbarkeit, Verschiebungs- und Stornierungsrichtlinie legen Sie fest – professionell, zeitsparend und unkompliziert.

  • Für Sauberkeit sorgen

Die Wohnung oder das Haus sollte bei der Besichtigung sauber sein. Das beginnt bereits beim Hausflur, in dem kein Sperrmüll sichtbar gelagert sein sollte. Auch die Böden und Möbel sind in einem ansprechenden Zustand zu halten. Es empfiehlt sich darüber hinaus, die Fenster und die Badezimmer zu putzen. Ein frisch gemähter Rasen und geschnittene Hecken sorgen ebenfalls für einen gepflegten Eindruck der Wohnung. 

  • Attraktives Ambiente bieten

Mit einer sauberen Wohnung ist es noch nicht getan. Gerade bei Verkaufsobjekten oder bei einem herausfordernden Mietobjekt hilft es, für ein attraktives Ambiente in der Wohnung zu sorgen. Dazu gehört es beispielsweise, vor der Besichtigung zu lüften, die Wohnung zu dekorieren, für eine angenehme Beleuchtung zu sorgen, kleine Mängel auszubessern und die Vorhänge zu öffnen für mehr Tageslicht. Hier lohnt es sich, sich an der Zielgruppe zu orientieren und sich zu überlegen, welche Schritte nötig sind.

  • Die Immobilie kennen

Wenn Sie die Wohnung nicht kennen, merken das die Interessenten bei der Besichtigung. Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie auf Fragen antworten und den Interessenten die Fakten präsentieren, die sie überzeugen. Besonders relevant sind Angaben zur Immobilie wie die Anzahl Quadratmeter, das Baujahr, Informationen zu Renovationen, eine Beschreibung des Standorts, Mängel und Parkmöglichkeiten.

  • Sich auf unangenehme Fragen vorbereiten

Bei der Wohnungsbesichtigung werden Fragen auftauchen. Einige dieser Fragen werden nicht angenehm sein. Bereiten Sie sich auf diese Fragen vor und überlegen Sie, wie Sie auf diese antworten können. Ziel ist es, die Nachteile zu kennen und sie ehrlich zuzugestehen. Eine transparente und offene Kommunikation schafft Vertrauen. Mit einem gezielten Fokus auf positive Gegenargumente können Sie die Nachteile anschließend etwas entkräften. 

Vorbereitung der Besichtigung für Interessenten

Eine Immobilie zu kaufen oder zu mieten ist eine wichtige und meist langfristige Entscheidung. Prüfen Sie als Käufer oder Mieter daher alle Details genau. Am besten gehen Sie per Checkliste vor und haken beim Haus- oder Wohnungsbesichtigungstermin Ihre Punkte nacheinander ab. 

  • Systematisch besichtigen

Beginnen Sie bspw. mit den Wohnräumen, besichtigen Sie dann Keller, Tiefgarage und Dachboden und schauen Sie sich zuletzt die Nachbarschaft und Umgebung an. 

  • Abmessen

Nehmen Sie auch ein Maßband mit und messen Sie nach, wenn Sie Platz für bestimmte Möbel brauchen. 

  • Zweite Wohnungsbesichtigung vereinbaren

Falls Sie eine Immobilie kaufen möchten, gibt es meist einen zweiten Besichtigungstermin – für alle Fragen, die dann noch offen sind. 

Das sollten Interessenten bei der Besichtigung der Wohnung vermeiden

Bei der Besichtigung von Immobilien gibt es einige Dinge, die negativ auffallen können. Diskutieren Sie zum Beispiel nicht mit dem Vermieter über die Höhe der Kaution, da dies im Vergleich zu anderen Bewerber:innen nachteilig wirken kann. Vermeiden Sie auch Fragen nach einem späteren Einzugstermin, da dies mögliche Mietausfälle des Vermieters bedeutet.

Forderungen oder Änderungswünsche

Forderungen oder Änderungswünsche sollten beim Mieter nicht im Vordergrund stehen und am besten gar nicht geäußert werden. Auch eine allzu offensichtliche Suche nach Mängeln in der Wohnung kann Ihre Chancen auf die Traumimmobilie schmälern.

Was muss man zum Besichtigungstermin mitbringen?

Zur Vorbereitung auf die Wohnungsbesichtigung gehören auch die nötigen Unterlagen dazu: 

Unterlagen: Das brauchen Vermieter, Verkäufer und Makler

  • Wichtige Dokumente

Als Makler, Verwalter oder Verkäufer nehmen Sie wichtige Dokumente wie das Exposé, den Energieausweis und den Grundriss mit. Halten Sie Blanko-Selbstauskünfte bereit und seien Sie auf alle Fragen rund um das Objekt vorbereitet. 

  • Schlüssel und Geschäftszubehör

Vergessen Sie nicht die Schlüssel zu allen Bereichen der Immobilie, einschließlich Keller, Waschküche, Fahrradraum und Garage. Zudem können ein Notizblock, Visitenkarten und ein Messstab hilfreich sein, falls Interessenten Maße nehmen möchten.

Bei Einzelterminen planen Sie reibungslose Anschlusstermine, um bei der Besichtigung möglichst zeiteffizient zu sein.‍

Unterlagen: Das brauchen Interessenten

Als Interessent konkurrieren Sie mit vielen Bewerbern. Wer passende Unterlagen bei der Besichtigung vorlegt, zeigt, dass er transparent agiert und ernsthaftes Interesse mitbringt. Gepaart mit gepflegtem, freundlichem Auftreten ist das die beste Grundlage für einen Vertragsabschluss.

Checkliste: Zur Haus- oder Wohnungsbesichtigung bringen Sie als Interessent am besten folgende Unterlagen mit.

  • Personalausweis: Er dient zur Identifikation und bekundet dem Vermieter das ernsthafte Interesse am Objekt. 
  • Selbstauskunft: Sie beinhaltet das aktuelle Datum, Name, Wohnsitz, Geburtsdatum, Anzahl der einziehenden Personen, den aktuellen Arbeitgeber, den Zeitraum des Arbeitsverhältnisses und das monatliche Nettoeinkommen (ev. belegt durch den Arbeitsvertrag, Kontoauszüge oder Gehaltsnachweise; bei Selbständigen durch den letzten Einkommensteuernachweis).
  • SCHUFA-Auskunft: Sie verifiziert die Zahlungsfähigkeit des Mieters. Ist der SCHUFA-Score zu tief, geht der Vermieter davon aus, dass der Interessent sich dieses Mietobjekt nicht leisten kann.
  • Bürgschaft: Bei fehlenden regelmäßigen Einkünften (z. B. als Student) können Eltern, Großeltern oder Partner als Bürgen bestätigen, dass sie für die monatliche Miete im Falle eines Zahlungsausfalls aufkommen. Das bietet dem Vermieter Sicherheit und stärkt die Vertrauensbasis.
  • Empfehlungsschreiben: Ausgestellt vom aktuellen Vermieter, bescheinigt es das gute Mietverhältnis und die Mietschuldenfreiheit bei der letzten Wohnung; alternativ bieten sich Kontoauszüge an; ein weiterer Pluspunkt, der Vertrauen schafft.

Welche Daten der Interessenten dürfen Vermieter, Verkäufer und Makler erheben?

Während der Besichtigung einer Wohnung dürfen Eigentümer und Makler nicht alle beliebigen Daten von den Interessenten erheben. Zu Beginn reicht es, den Namen zu notieren. Erst bei ernsthaftem Interesse an der Wohnung ist es erlaubt, zusätzliche Informationen wie Kontaktdaten, Beruf und Einkommen abzufragen, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Gemäß DSGVO dürfen sowohl während der Besichtigung als auch im laufenden Mietverhältnis nur relevante Daten erhoben werden. Sobald diese Relevanz entfällt, müssen die Daten gelöscht oder vernichtet werden. Wenn jemand sein Interesse an der Wohnung zurückzieht, hat die Person das Recht auf Löschung ihrer Daten.

Digitale Vermietung

Vermieter, Makler und Eigentümer, die auf Lösungen zur digitalen Vermietung setzen, müssen sichergehen, dass ihre Software DSGVO-konform ist. Eines dieser Tools ist die Vermieter- und Maklersoftware EverReal. Mit EverReal vermarkten, vermieten und verkaufen Sie Ihre Liegenschaften schneller, effizienter und einfacher – sicher verschlüsselt und 100 % DSGVO-konform.

Besichtigungstermin Tipps: Traumwohnung oder Haus erfolgreich (ver-)mieten oder (ver-)kaufen

Wer zum Besichtigungstermin Tipps und legale Tricks anwendet, hat bei der Konkurrenz eher die Nase vorn:

  • Bringen Sie genügend Zeit für die Wohnungsbesichtigung mit – für eine eingehende Besichtigung, aber auch für mögliche Fragen.
  • Gepflegtes, freundliches und kompetentes Auftreten hinterlässt jederzeit einen positiven Eindruck. Unpünktliches Erscheinen ist dagegen ein No-Go. Das gilt sowohl für Interessenten als auch für Vermieter, Verkäufer und Makler. 
  • Verlassen Sie sich auch auf Ihr Bauchgefühl und den ersten Eindruck, wenn Sie eine Wohnung besichtigen: Wie ist die Atmosphäre, wie das Licht in den Räumen? Hören Sie Lärm von draußen oder von den Nachbarn? Nehmen Sie unangenehme Gerüche wahr?
  • Halten Sie als Interessent Ihre Bewerbungsmappe griffbereit, als Makler oder Verwalter die Mappe mit den Objekt-Infos und dem Muster zur Mieterauskunft. 
  • Seien Sie als Bewerber auf Fragen zu den Themen Rauchen, Party, Musik oder Haustier vorbereitet – Antworten wie „Selten“, „Nein“ oder „Nicht in der Wohnung“ kommen am besten an. 
  • Schreiben Sie sich alle Fragen auf und nutzen Sie eine Checkliste; klären Sie die Punkte vor Ort, im Nachgang telefonisch oder bei der zweiten Wohnungsbesichtigung.
  • Stellen Sie als Interessent dem Makler oder Vermieter möglichst viele Fragen, bspw. zu den Nebenkosten, zu den Nachbarn, zur Flurreinigung, zum Winterdienst oder zur Bodenpflege – jeder Vermieter wünscht sich gewissenhafte und pflichtbewusste Mieter.  
  • Lassen Sie die Besichtigung der Wohnung, bzw. des Hauses in Ruhe nachwirken und schlafen Sie auf jeden Fall eine Nacht über die Entscheidung. 

Wenn Sie einen Wohnungs- oder Hauskauf planen, aber Zweifel am Wert der Immobilie haben, nehmen Sie beim zweiten Besichtigungstermin einen sachverständigen Gutachter mit. Er kontrolliert Haus oder Wohnung auf Mängel bzw. Schäden und kann Sie kompetent beraten.

Was soll ich als Interessent nach der Wohnungsbesichtigung tun? 

Nach der Wohnungsbesichtigung gilt es zu warten. Da es meist mehrere Mitbewerber gibt, ist diese Wartezeit nervenaufreibend. Besonders wenn Sie großes Interesse an der Wohnung haben, kann das schwerfallen. Um diese Zeit besser zu nutzen, können Sie folgende Schritte unternehmen: 

  1. Fragen Sie den Vermieter direkt nach der Besichtigung, bis wann eine Rückmeldung zu erwarten ist. 
  2. Rufen Sie nach einigen Tagen Wartezeit an, um Ihr Interesse zu bestätigen, ohne bei Ihrer Kontaktaufnahme zu aufdringlich zu wirken. 
  3. Erkundigen Sie sich nach einer Absage aktiv nach dem Grund und fragen Sie, ob ähnliche Wohnungen verfügbar oder demnächst frei werden.
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Fazit: So wird der Besichtigungstermin zum Erfolg

Ein Besichtigungstermin bietet Interessenten die Gelegenheit, sich einen realistischen Eindruck von einer Wohnung bzw. einem Haus zu verschaffen. Damit alles reibungslos verläuft, sollten sowohl Interessenten als auch Makler und Eigentümer gut vorbereitet sein.

Als Vermieter, Verkäufer oder Makler sollten Sie alle notwendigen Unterlagen zur Immobilie wie den Energieausweis und den Grundriss bereithalten. Potenzielle Mieter oder Käufer hingegen müssen wichtige Dokumente wie Einkommensnachweise und eine SCHUFA-Auskunft mitbringen, um ihr ernsthaftes Interesse zu unterstreichen.

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Besichtigungstermin erfolgreich meistern: Die wichtigsten Tipps

Der Besichtigungstermin bietet den Interessenten die Gelegenheit, sich einen Eindruck vor Ort zu machen. Damit die Besichtigung reibungslos abläuft, müssen sich sowohl Interessenten als auch Makler und Eigentümer an ein paar Spielregeln halten.

Wozu die Besichtigung genau dient, mit welchen Tricks Sie Ihre Chancen erhöhen und mehr zur Wohnungsbesichtigung erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis
Besichtigungstermin vereinbaren
Besichtigungstermin optimal vorbereiten
Was muss man zum Besichtigungstermin mitbringen?
Besichtigungstermin Tipps: Traumwohnung oder Haus erfolgreich (ver-)mieten oder (ver-)kaufen
Fazit: So wird der Besichtigungstermin zum Erfolg

Besichtigungstermin optimal vorbereiten

Bei der idealen Besichtigung sind beide Parteien optimal vorbereitet. Folgend eine übersichtliche Checkliste, worauf Sie als Eigentümer, Makler oder Interessent vor und bei der Besichtigung einer Wohnung achten sollten. 

Vorbereitung der Besichtigung für Vermieter, Verkäufer und Makler

Unternehmen, Makler und Privateigentümer haben mit der Besichtigung die Chance, Ihre Immobilie(n) im besten Licht zu präsentieren. Eine sorgfältige Vorbereitung hilft dabei, Fragen selbstbewusster zu beantworten, Kompetenz auszustrahlen und den idealen Käufer bzw. Mieter schneller zu finden. 

  • Professionell Terminieren

Mit einer sorgfältigen Terminierung der Besichtigung sparen Sie sich und den Interessenten unnötigen Stress. Entschieden Sie sich für eine Einzel- oder Gruppenbesichtigung, laden Sie eine angemessene Anzahl Personen ein und halten Sie sich genügend Zeit frei. Bleiben Sie vor der Wohnungsbesichtigung möglichst erreichbar, vermeiden Sie Terminkonflikte und seien Sie pünktlich. Die Terminierung stellt für viele Eigentümer und Makler eine administrative Herausforderung dar. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Interessenten immer wieder kurzfristig absagen und ebenfalls einen vollen Terminkalender haben. 

Mit EverReal buchen die Interessenten ihre Termine selbst. Verfügbarkeit, Verschiebungs- und Stornierungsrichtlinie legen Sie fest – professionell, zeitsparend und unkompliziert.

  • Für Sauberkeit sorgen

Die Wohnung oder das Haus sollte bei der Besichtigung sauber sein. Das beginnt bereits beim Hausflur, in dem kein Sperrmüll sichtbar gelagert sein sollte. Auch die Böden und Möbel sind in einem ansprechenden Zustand zu halten. Es empfiehlt sich darüber hinaus, die Fenster und die Badezimmer zu putzen. Ein frisch gemähter Rasen und geschnittene Hecken sorgen ebenfalls für einen gepflegten Eindruck der Wohnung. 

  • Attraktives Ambiente bieten

Mit einer sauberen Wohnung ist es noch nicht getan. Gerade bei Verkaufsobjekten oder bei einem herausfordernden Mietobjekt hilft es, für ein attraktives Ambiente in der Wohnung zu sorgen. Dazu gehört es beispielsweise, vor der Besichtigung zu lüften, die Wohnung zu dekorieren, für eine angenehme Beleuchtung zu sorgen, kleine Mängel auszubessern und die Vorhänge zu öffnen für mehr Tageslicht. Hier lohnt es sich, sich an der Zielgruppe zu orientieren und sich zu überlegen, welche Schritte nötig sind.

  • Die Immobilie kennen

Wenn Sie die Wohnung nicht kennen, merken das die Interessenten bei der Besichtigung. Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie auf Fragen antworten und den Interessenten die Fakten präsentieren, die sie überzeugen. Besonders relevant sind Angaben zur Immobilie wie die Anzahl Quadratmeter, das Baujahr, Informationen zu Renovationen, eine Beschreibung des Standorts, Mängel und Parkmöglichkeiten.

  • Sich auf unangenehme Fragen vorbereiten

Bei der Wohnungsbesichtigung werden Fragen auftauchen. Einige dieser Fragen werden nicht angenehm sein. Bereiten Sie sich auf diese Fragen vor und überlegen Sie, wie Sie auf diese antworten können. Ziel ist es, die Nachteile zu kennen und sie ehrlich zuzugestehen. Eine transparente und offene Kommunikation schafft Vertrauen. Mit einem gezielten Fokus auf positive Gegenargumente können Sie die Nachteile anschließend etwas entkräften. 

Vorbereitung der Besichtigung für Interessenten

Eine Immobilie zu kaufen oder zu mieten ist eine wichtige und meist langfristige Entscheidung. Prüfen Sie als Käufer oder Mieter daher alle Details genau. Am besten gehen Sie per Checkliste vor und haken beim Haus- oder Wohnungsbesichtigungstermin Ihre Punkte nacheinander ab. 

  • Systematisch besichtigen

Beginnen Sie bspw. mit den Wohnräumen, besichtigen Sie dann Keller, Tiefgarage und Dachboden und schauen Sie sich zuletzt die Nachbarschaft und Umgebung an. 

  • Abmessen

Nehmen Sie auch ein Maßband mit und messen Sie nach, wenn Sie Platz für bestimmte Möbel brauchen. 

  • Zweite Wohnungsbesichtigung vereinbaren

Falls Sie eine Immobilie kaufen möchten, gibt es meist einen zweiten Besichtigungstermin – für alle Fragen, die dann noch offen sind. 

Das sollten Interessenten bei der Besichtigung der Wohnung vermeiden

Bei der Besichtigung von Immobilien gibt es einige Dinge, die negativ auffallen können. Diskutieren Sie zum Beispiel nicht mit dem Vermieter über die Höhe der Kaution, da dies im Vergleich zu anderen Bewerber:innen nachteilig wirken kann. Vermeiden Sie auch Fragen nach einem späteren Einzugstermin, da dies mögliche Mietausfälle des Vermieters bedeutet.

Forderungen oder Änderungswünsche

Forderungen oder Änderungswünsche sollten beim Mieter nicht im Vordergrund stehen und am besten gar nicht geäußert werden. Auch eine allzu offensichtliche Suche nach Mängeln in der Wohnung kann Ihre Chancen auf die Traumimmobilie schmälern.

Was muss man zum Besichtigungstermin mitbringen?

Zur Vorbereitung auf die Wohnungsbesichtigung gehören auch die nötigen Unterlagen dazu: 

Unterlagen: Das brauchen Vermieter, Verkäufer und Makler

  • Wichtige Dokumente

Als Makler, Verwalter oder Verkäufer nehmen Sie wichtige Dokumente wie das Exposé, den Energieausweis und den Grundriss mit. Halten Sie Blanko-Selbstauskünfte bereit und seien Sie auf alle Fragen rund um das Objekt vorbereitet. 

  • Schlüssel und Geschäftszubehör

Vergessen Sie nicht die Schlüssel zu allen Bereichen der Immobilie, einschließlich Keller, Waschküche, Fahrradraum und Garage. Zudem können ein Notizblock, Visitenkarten und ein Messstab hilfreich sein, falls Interessenten Maße nehmen möchten.

Bei Einzelterminen planen Sie reibungslose Anschlusstermine, um bei der Besichtigung möglichst zeiteffizient zu sein.‍

Unterlagen: Das brauchen Interessenten

Als Interessent konkurrieren Sie mit vielen Bewerbern. Wer passende Unterlagen bei der Besichtigung vorlegt, zeigt, dass er transparent agiert und ernsthaftes Interesse mitbringt. Gepaart mit gepflegtem, freundlichem Auftreten ist das die beste Grundlage für einen Vertragsabschluss.

Checkliste: Zur Haus- oder Wohnungsbesichtigung bringen Sie als Interessent am besten folgende Unterlagen mit.

  • Personalausweis: Er dient zur Identifikation und bekundet dem Vermieter das ernsthafte Interesse am Objekt. 
  • Selbstauskunft: Sie beinhaltet das aktuelle Datum, Name, Wohnsitz, Geburtsdatum, Anzahl der einziehenden Personen, den aktuellen Arbeitgeber, den Zeitraum des Arbeitsverhältnisses und das monatliche Nettoeinkommen (ev. belegt durch den Arbeitsvertrag, Kontoauszüge oder Gehaltsnachweise; bei Selbständigen durch den letzten Einkommensteuernachweis).
  • SCHUFA-Auskunft: Sie verifiziert die Zahlungsfähigkeit des Mieters. Ist der SCHUFA-Score zu tief, geht der Vermieter davon aus, dass der Interessent sich dieses Mietobjekt nicht leisten kann.
  • Bürgschaft: Bei fehlenden regelmäßigen Einkünften (z. B. als Student) können Eltern, Großeltern oder Partner als Bürgen bestätigen, dass sie für die monatliche Miete im Falle eines Zahlungsausfalls aufkommen. Das bietet dem Vermieter Sicherheit und stärkt die Vertrauensbasis.
  • Empfehlungsschreiben: Ausgestellt vom aktuellen Vermieter, bescheinigt es das gute Mietverhältnis und die Mietschuldenfreiheit bei der letzten Wohnung; alternativ bieten sich Kontoauszüge an; ein weiterer Pluspunkt, der Vertrauen schafft.

Welche Daten der Interessenten dürfen Vermieter, Verkäufer und Makler erheben?

Während der Besichtigung einer Wohnung dürfen Eigentümer und Makler nicht alle beliebigen Daten von den Interessenten erheben. Zu Beginn reicht es, den Namen zu notieren. Erst bei ernsthaftem Interesse an der Wohnung ist es erlaubt, zusätzliche Informationen wie Kontaktdaten, Beruf und Einkommen abzufragen, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Gemäß DSGVO dürfen sowohl während der Besichtigung als auch im laufenden Mietverhältnis nur relevante Daten erhoben werden. Sobald diese Relevanz entfällt, müssen die Daten gelöscht oder vernichtet werden. Wenn jemand sein Interesse an der Wohnung zurückzieht, hat die Person das Recht auf Löschung ihrer Daten.

Digitale Vermietung

Vermieter, Makler und Eigentümer, die auf Lösungen zur digitalen Vermietung setzen, müssen sichergehen, dass ihre Software DSGVO-konform ist. Eines dieser Tools ist die Vermieter- und Maklersoftware EverReal. Mit EverReal vermarkten, vermieten und verkaufen Sie Ihre Liegenschaften schneller, effizienter und einfacher – sicher verschlüsselt und 100 % DSGVO-konform.

Besichtigungstermin Tipps: Traumwohnung oder Haus erfolgreich (ver-)mieten oder (ver-)kaufen

Wer zum Besichtigungstermin Tipps und legale Tricks anwendet, hat bei der Konkurrenz eher die Nase vorn:

  • Bringen Sie genügend Zeit für die Wohnungsbesichtigung mit – für eine eingehende Besichtigung, aber auch für mögliche Fragen.
  • Gepflegtes, freundliches und kompetentes Auftreten hinterlässt jederzeit einen positiven Eindruck. Unpünktliches Erscheinen ist dagegen ein No-Go. Das gilt sowohl für Interessenten als auch für Vermieter, Verkäufer und Makler. 
  • Verlassen Sie sich auch auf Ihr Bauchgefühl und den ersten Eindruck, wenn Sie eine Wohnung besichtigen: Wie ist die Atmosphäre, wie das Licht in den Räumen? Hören Sie Lärm von draußen oder von den Nachbarn? Nehmen Sie unangenehme Gerüche wahr?
  • Halten Sie als Interessent Ihre Bewerbungsmappe griffbereit, als Makler oder Verwalter die Mappe mit den Objekt-Infos und dem Muster zur Mieterauskunft. 
  • Seien Sie als Bewerber auf Fragen zu den Themen Rauchen, Party, Musik oder Haustier vorbereitet – Antworten wie „Selten“, „Nein“ oder „Nicht in der Wohnung“ kommen am besten an. 
  • Schreiben Sie sich alle Fragen auf und nutzen Sie eine Checkliste; klären Sie die Punkte vor Ort, im Nachgang telefonisch oder bei der zweiten Wohnungsbesichtigung.
  • Stellen Sie als Interessent dem Makler oder Vermieter möglichst viele Fragen, bspw. zu den Nebenkosten, zu den Nachbarn, zur Flurreinigung, zum Winterdienst oder zur Bodenpflege – jeder Vermieter wünscht sich gewissenhafte und pflichtbewusste Mieter.  
  • Lassen Sie die Besichtigung der Wohnung, bzw. des Hauses in Ruhe nachwirken und schlafen Sie auf jeden Fall eine Nacht über die Entscheidung. 

Wenn Sie einen Wohnungs- oder Hauskauf planen, aber Zweifel am Wert der Immobilie haben, nehmen Sie beim zweiten Besichtigungstermin einen sachverständigen Gutachter mit. Er kontrolliert Haus oder Wohnung auf Mängel bzw. Schäden und kann Sie kompetent beraten.

Was soll ich als Interessent nach der Wohnungsbesichtigung tun? 

Nach der Wohnungsbesichtigung gilt es zu warten. Da es meist mehrere Mitbewerber gibt, ist diese Wartezeit nervenaufreibend. Besonders wenn Sie großes Interesse an der Wohnung haben, kann das schwerfallen. Um diese Zeit besser zu nutzen, können Sie folgende Schritte unternehmen: 

  1. Fragen Sie den Vermieter direkt nach der Besichtigung, bis wann eine Rückmeldung zu erwarten ist. 
  2. Rufen Sie nach einigen Tagen Wartezeit an, um Ihr Interesse zu bestätigen, ohne bei Ihrer Kontaktaufnahme zu aufdringlich zu wirken. 
  3. Erkundigen Sie sich nach einer Absage aktiv nach dem Grund und fragen Sie, ob ähnliche Wohnungen verfügbar oder demnächst frei werden.
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Fazit: So wird der Besichtigungstermin zum Erfolg

Ein Besichtigungstermin bietet Interessenten die Gelegenheit, sich einen realistischen Eindruck von einer Wohnung bzw. einem Haus zu verschaffen. Damit alles reibungslos verläuft, sollten sowohl Interessenten als auch Makler und Eigentümer gut vorbereitet sein.

Als Vermieter, Verkäufer oder Makler sollten Sie alle notwendigen Unterlagen zur Immobilie wie den Energieausweis und den Grundriss bereithalten. Potenzielle Mieter oder Käufer hingegen müssen wichtige Dokumente wie Einkommensnachweise und eine SCHUFA-Auskunft mitbringen, um ihr ernsthaftes Interesse zu unterstreichen.

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